Ratgeber · Kanal, Hafen & Steg

Im Kanal, Hafen oder am Steg verloren? Null Sicht ist unser Spezialgebiet.

Vom Steg, von der Terrasse, aus dem Boot am Anleger oder an der Wasserskianlage: Stadtgewässer sind trüb, schlammig und voller Metallschrott. Genau dafür haben wir die Unterwasser-Drohne – und eine Reihe dokumentierter Bergungen.

Bergung aus einem Hafenbecken mit Unterwasser-Drohne

Warum Stadtgewässer anders sind als ein Badesee

Kanäle und Häfen haben einen weichen, oft meterdicken Schlammgrund, kaum Sicht, Schiffsverkehr und jede Menge Metall am Boden: Fahrräder, Einkaufswagen, Draht, Dosen. Ein Taucher findet hier mit den Händen fast nichts. Deshalb setzen wir zuerst die ROV-Unterwasser-Drohne ein: Kamera, Licht und Greifarm zeigen uns, was unter der Stelle liegt, und holen kleinere Fundstücke direkt nach oben. Stahlteile – Handys mit Stahlrahmen, Schlüssel, Werkzeug – bringt der Bergemagnet hoch.

Unsere Fälle aus Kanälen und Häfen

Am Teltowkanal in Berlin rutschte ein iPhone die Böschung hinunter; mit dem Bergemagneten war es in keiner halben Minute oben. Im Stichkanal Hannover bargen wir Handy und Autoschlüssel aus über drei Metern Tiefe, trocken in der Hülle. In Bremen-Vegesack fiel ein iPhone 17 Pro am Bootsanleger in die Weser; nach schwieriger Suche mit Drohne und Tauchgang war es nach drei Tagen zurück. An den Hamburger Elbbrücken holte die Drohne ein Handy in wenigen Minuten vom Grund, aus der Alster einen Ehering, der von einer Restaurantterrasse gefallen war. Und im Club der Visionäre in Berlin verschwand ein Platin-Ehering zwischen den Bohlen des Stegs – Magnet und ein paar Tipps brachten ihn zurück.

Was du sofort tun solltest

  • Die Stelle exakt festhalten: Bohle zählen, Poller oder Geländerfeld merken, Foto von der Position aus machen.
  • Nicht selbst stochern – kein Angelmagnet, kein Haken, kein Sprung ins Hafenbecken. Das verteilt Schlamm und ist gefährlich.
  • Handys sofort melden: Je kürzer im Wasser, desto größer die Chance, dass sie noch laufen.
  • Anrufen – wir klären Zugang, Schiffsverkehr und Absprache mit dem Betreiber.

Wasserskianlagen, Badestege und Restaurantterrassen

Ein Sonderfall sind Anlagen mit festem Betrieb: An der Wasserskianlage in Langenfeld verlor eine Kundin ihren goldenen Ehering im Wasser, Patrik fand ihn. In Garbsen fiel einer Dame ein Gehstock an der Wasserskianlage ins Wasser; die Drohne holte ihn. Hier stimmen wir uns mit dem Betreiber ab und suchen außerhalb der Betriebszeiten. Was den Erfolg beeinflusst, erklären die Erfolgsfaktoren, vor allem Boden und Tiefe.

Häufige Fragen

Fragen, die uns dazu am häufigsten erreichen

Im Hafen sieht man keine zehn Zentimeter weit – wie wollt ihr da suchen?

Mit Technik statt Augen: Die ROV-Unterwasser-Drohne tastet den Grund mit Kamera und Licht ab, der Detektor meldet Metall auch im trüben Wasser, und der Bergemagnet holt Stahlteile hoch. Am Bootsanleger in Bremen-Vegesack haben wir so ein iPhone nach drei Tagen aus der Weser geholt.

Zwischen den Bohlen eines Stegs ins Wasser gefallen – geht das?

Ja, das ist sogar ein klassischer Fall: Im Club der Visionäre in Berlin fiel ein Platin-Ehering zwischen die Bohlen ins Wasser; mit Magnet und ein paar Tipps kam er zurück. Wichtig ist die genaue Bohle oder das Geländerfeld.

Ist die Suche im Kanal gefährlich?

Kanäle und Häfen haben Schiffsverkehr, Strömung durch Schleusen und Hindernisse unter Wasser. Deshalb tauchen wir dort nur mit Absicherung oder setzen die Drohne ein. Wir stimmen uns bei Bedarf mit dem Hafenbetreiber ab.

Wie tief könnt ihr im Kanal suchen?

Die Drohne ortet bis in große Tiefen, geborgen wird per Greifarm, Magnet oder Taucher. Aus dem Stichkanal in Hannover holten wir Handy und Autoschlüssel aus über drei Metern, aus dem Teltowkanal ein iPhone in unter einer Minute mit dem Magneten.

Was soll ich sofort tun?

Die Stelle am Steg, Geländer, Poller oder an der Böschung fotografieren und beschreiben – Bohle zählen, Poller merken. Nicht selbst mit Angelmagnet oder Haken stochern. Dann anrufen.

Was kostet der Einsatz?

Die Suche ist ehrenamtlich. Vorab besprechen wir nur Auslagen wie Anfahrt, Parken oder Tauchflaschen; ein Finderlohn ist freiwillig.

Je früher du dich meldest, desto besser stehen die Chancen

Schick uns ein Foto vom Verlustort – wir sagen dir ehrlich, ob und wie wir helfen können. Unsere Ringjäger sind deutschlandweit unterwegs, an Land und unter Wasser.

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