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Alle haben gesagt, es geht nicht und dann kamen wir

Erfolgsfoto der Ringjäger: der aus 12 Metern Tiefe geborgene handgefertigte Ehering aus 750er Gold.

Die DLRG tauchte und fand nichts. Andere Organisationen sagten ab. Unser Taucher Pascal fuhr 600 Kilometer – und brauchte am Grund vier Minuten.

Ein Sprung vom Seil

In der Nacht vom 20.08. zum 21.08.22 erreichte uns ein Hilferuf von Sebastian aus Oldenburg in Niedersachsen, dass er seinen Ehering in einem Aquapark verloren hatte. Sebastian, der Action liebt und für jeden Spaß zu haben ist, hatte mit Freunden bei einem schwimmenden Hindernisparcours auf dem Wasser jede Menge Spaß. Sie schwangen sich mit einem Seil übers Wasser und sprangen hinein - Bis es geschah und er seinen Ring ins Wasser fallen sah und ihn nicht mehr greifen konnte.

Zuerst mussten wir absagen

Sebastian schrieb uns und konnte den Bereich sehr gut eingrenzen. Leider mussten wir ihn anfangs enttäuschen, da wir in seiner Nähe keinen Taucher im Einsatz haben. Denn der Verlustort im Wasser hatte laut der DLRG eine Tiefe von ca. 8-10 Meter.

Wir versuchten ihn an andere Organisationen zu vermitteln, bedauerlicherweise ohne Erfolg, denn niemand konnte Sebastian helfen. Selbst die DLRG vor Ort, tauchte nach dem Ring, aber enttäuschenderweise ohne Erfolg.

Das gehört zur Ehrlichkeit dazu: Ab einer gewissen Tiefe braucht es einen ausgebildeten Taucher mit Gerät, und den hat nicht jedes Netzwerk in jeder Region. Wir sagen das lieber vorher, als jemanden hinzuhalten.

Ein Ring, der sich nicht ersetzen lässt

Sebastian wollte nicht aufgeben, da es sich um einen ganz besonderen Ehering handelt. Denn dieser wurde von einer Freundin, die mittlerweile nach Kanada ausgewandert ist, extra für ihn aus 750er-Gold handgefertigt.

600 Kilometer für einen Tauchgang

Wir von Ringjäger wollten Sebastian nicht hängen lassen und beschlossen, ihm doch zu helfen. Somit fuhr unser Taucher Pascal knapp 600 km, um nach Sebastian seinem Ring zu tauchen.

Pascal ist einen Tag vorher angereist, um sich alles genau erklären und zeigen zu lassen. Am nächsten Tag ging es auch schon früh los, sodass sie wenig Zeit verlieren und genug zum Suchen haben. Vor Ort angekommen, starteten Sie auch sofort mit der Suche. Pascal schwamm an der Oberfläche zum Verlustort, welcher mit einer Schnur und Angelblei markiert wurde. Sebastian und seine Frau hatten sich ein Tretboot ausgeliehen, mit welchem sie ebenfalls zum Verlustort fuhren. Nach kurzer Zeit bemerkten sie aber, dass das Boot Schlagseite hatte und sich eine Hohlkammer mit Wasser füllte. Somit mussten sie umkehren, um das Boot zu tauschen.

In dieser Zeit ist Pascal bereits abgetaucht, um nach dem Ring zu suchen. Unten angekommen erwies sich die Tiefe dann als 12 Meter anstatt der genannten 8-10 Meter. Pascal schaltete seinen Detektor ein und hatte auch direkt ein Signal unter seiner Spule. Er ging einmal mit dem Pinpointer darüber und da war er auch schon, der verlorene Ehering von Sebastian.

Oben wieder angekommen, musste Pascal nun noch eine Weile warten, bis Sebastian und seine Frau mit einem mängelfreien Tretboot wieder zurückkamen. Beide sahen ihn verwundert an, als Pascal ihnen mitteilte, dass sie jetzt alles wieder aufladen und zurückfahren können. Keiner wusste, was los war, bis Pascal das Rätsel löste und den Ring präsentierte.

Vier Minuten am Grund

Die Freude war riesig und keiner konnte glauben, dass es so schnell ging. Der Ring lag 12 Meter tief und wurde in nur 4 Minuten geborgen.

Dass es so schnell ging, lag an der Markierung: Schnur und Angelblei hatten die Stelle exakt festgehalten. In 12 Metern Tiefe ist das der entscheidende Faktor – ohne festen Punkt wird jede Tauchsuche zur Sisyphusarbeit, mit Punkt ist sie eine Frage von Minuten.

In Oldenburg, an den Seen in ganz Niedersachsen und bundesweit sind wir im Einsatz – auch tauchend. Und wenn dir jemand gesagt hat, es sei unmöglich: Frag trotzdem bei uns nach.

Bilder zum Auftrag

Ring in Oldenburg verloren – was jetzt hilft

Wer einen Ring in Oldenburg verliert, hat bessere Karten, als es sich im ersten Moment anfühlt: In stehendem Wasser bleibt er liegen, wo er hineingefallen ist. Fortgespült wird er nicht — er sinkt nur langsam in Sand oder Schlamm ein.

Wichtig ist eine gute Markierung: zwei feste Punkte am Ufer anpeilen, einen Kartenpin setzen, ein Foto von der Stelle machen. Und vor allem nicht selbst im Grund wühlen – jede Handbewegung drückt den Ring tiefer und trübt das Wasser für die spätere Suche.

Ratgeber: Ring im See verloren →

Ratgeber: Ehering verloren – was tun? →

Ring in Oldenburg verloren? Wir kommen vorbei

Diese Suche in Oldenburg ist kein Einzelfall — wir sind ein ehrenamtliches Netzwerk von Sondengängern und fahren Einsätze in Niedersachsen und bundesweit. Melde dich, solange die Stelle noch frisch in Erinnerung ist.

0170 65 30 917 anrufen Suche anfragen

Häufige Fragen: Ring in Oldenburg verloren

Kann man einen Ring, der in Oldenburg verloren ging, wiederfinden?

Ja – das ist für uns Alltag. Bis etwa anderthalb Meter Wassertiefe arbeiten wir mit wasserdichtem Metalldetektor und Siebschaufel vom Ufer aus; wird es tiefer oder trüb, gehen Taucher rein oder die ROV-Unterwasser-Drohne zeigt uns den Grund live am Monitor. Gold und Platin geben unter Wasser ein sauberes Signal. Entscheidend ist eigentlich nur, dass sich die Verluststelle in Oldenburg auf ein paar Meter eingrenzen lässt – dann ist der Rest Handwerk.

Ich habe einen Ring in Oldenburg verloren – was soll ich jetzt tun?

Als Erstes: die Stelle sichern, nicht durchsuchen. Markiere den Bereich im Wasser, mach ein Foto mit festen Punkten im Hintergrund und notiere dir, wann du ihn zuletzt sicher hattest. Danach meldest du dich bei uns unter 0170 65 30 917 – auch abends und am Wochenende. Wir klären am Telefon, ob sich die Stelle eingrenzen lässt, und sagen dir ehrlich, ob eine Suche Sinn hat.

Lohnt sich eine Suche in Oldenburg auch noch nach Tagen oder Wochen?

Ja, und zwar mit richtig guten Aussichten. Ohne Strömung passiert unter Wasser erstaunlich wenig: Alles sinkt ein Stück in den Grund und bleibt exakt dort liegen. Wir haben Stücke geborgen, die monatelang unten lagen – eines sogar nach zwei Jahren und neun Monaten. Weicher Schlamm heißt nur, dass wir tiefer sieben.

Sucht ihr in Oldenburg auch nach anderen Dingen?

Ja. Neben Eheringen und Verlobungsringen haben wir Uhren, Ketten und Anhänger, Armbänder, Ohrringe, Schlüsselbunde, Brillen, Handys und auch Dinge geborgen, die mit Schmuck gar nichts zu tun haben – vom Werkzeug bis zum Gehstock. Was Metall enthält, findet der Detektor; für alles andere geht die ROV-Drohne mit Kamera und Greifarm runter. Frag einfach – wenn wir etwas nicht können, sagen wir dir das direkt.

Was kostet es, wenn ihr nach meinem Ring sucht?

Die Suche selbst machen wir ehrenamtlich – wir sind ein Netzwerk von Hobby-Sondengängern, keine Firma. Besprochen wird vorab nur, wie wir mit den Auslagen umgehen, also Anfahrt, Parken oder Tauchflaschen. Ein Finderlohn ist und bleibt freiwillig. Feste Beträge nennen wir nicht, bevor wir Ort und Aufwand kennen.