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429 Tage voller Hoffnung

Drei Personen stehen in den Dünen bei Prerow, ein Ringjäger reißt den Arm eines älteren Mannes jubelnd nach oben, die Frau daneben hält ihr Handy hoch.

429 Tage lag dieser Ehering in den Dünen bei Prerow auf dem Darß – und war nach fünf Minuten Suche wieder da. Es ist der Fall, den wir jedem entgegenhalten, der glaubt, nach ein paar Wochen sei es zu spät.

Eine Liebesgeschichte, die am Ostseestrand begann

Ralf und Petra lernten sich 1975 in Prerow am Strand kennen und lieben. Nach guten drei Jahren gaben sie sich dann das Ja-Wort und hatten sich auch für ganz besondere Goldringe aus Finnland entschieden.

Sie lebten zwischenzeitlich in Hamburg, trotzdem verschlug es die beiden wieder zurück auf den Darß, wo sie sich ein kleines gemütliches Eigenheim kauften und einrichteten.

Schon vorher besuchten die beiden jeden Sommer regelmäßig die Stelle, an der sie sich kennengelernt haben. Nachdem diese kaum noch erreichbar war, wurde sich sogar ein gemütliches Plätzchen ganz in der Nähe in den Dünen gesucht, da man diesen Ort mit ganz besonderen Erinnerungen verbindet.

Wie der Ring in den Dünen verschwand

Wie gewohnt besuchte das Ehepaar diesen Ort auch im September 2020. Sie genossen das Wetter und die Ruhe zwischen den Dünen. Als sie später aufbrechen wollten, wurden alle Sachen zusammengepackt, die Decke ausgeschüttelt – und plötzlich war der Ring von Ralf weg und nicht wieder auffindbar.

Das Ausschütteln einer Decke ist einer der häufigsten Hergänge überhaupt. Der Ring liegt unbemerkt darin, fliegt mit dem Schwung weg und landet ein paar Meter entfernt im Sand. Dort verschwindet er sofort aus dem Blick – im Dünensand von Mecklenburg-Vorpommern genauso wie in jedem Strandabschnitt.

Ein Jahr lang selbst gesucht – vergeblich

Jedes Mal, wenn das Ehepaar an der Stelle lag oder nur vorbeispazierte, wurde nach dem Ring erneut gesucht. Sie besorgten sich sogar einen Metalldetektor aus dem Baumarkt – leider immer ohne Erfolg. Mittlerweile hatten sie sich neue Eheringe gekauft.

Das ist ein Punkt, der uns immer wieder begegnet. Ein Einsteigergerät aus dem Baumarkt zeigt zwar Metall an, aber es trennt nicht sauber zwischen Gold und dem Müll, der in jedem Strandsand liegt, und seine Tiefenleistung ist begrenzt. Wer damit über einen Ring läuft, der zehn Zentimeter tief liegt, merkt oft nichts davon.

Gefunden über eine Quizshow

Am 03.11.2021 schaute Petra ohne jegliche Vorahnung die Sendung „Da kommst du nie drauf!”. Die 2000-€-Frage lautete:

Steven K. kümmert sich seit 15 Jahren ehrenamtlich um verlorene Dinge, denn er …?

  • A: sucht nach Zutaten für in Vergessenheit geratene Gerichte
  • B: hilft Autobesitzern, die vergessen haben, wo sie ihr Fahrzeug geparkt haben
  • C: taucht in Seen und Flüssen nach verschwundenen Eheringen

Als Petra hörte, dass C die richtige Antwort war, wurde Steven gleich im Internet gegoogelt, und sie stieß auf uns Ringjäger. Sofort griff sie zum Telefon und rief uns an.

Fünf Minuten für 429 Tage

Schon drei Tage später fuhren wir nach Prerow und trafen uns vor Ort mit dem Ehepaar. Nach einer „kleinen” Wanderung vom Parkplatz bis zum Verlustort dauerte es keine fünf Minuten, bis Steven den Ring fand. Die Freude war unbeschreiblich, dass der Ring nach 429 Tagen wiedergefunden wurde.

Warum das funktioniert hat, ist im Grunde einfach: In den Dünen bewegt sich nichts. Kein Wasser, keine Strömung, kein Mähen, kein Umgraben. Der Ring lag die ganze Zeit an derselben Stelle und wartete auf ein Gerät, das ihn hören konnte.

Das zeigt wieder, dass auch nach langer Zeit die Hoffnung nicht aufgegeben werden sollte.

In Prerow, auf dem Darß und an der gesamten Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns sind wir im Einsatz. Wenn du schon länger etwas vermisst und die Stelle noch ungefähr kennst: Melde dich. 429 Tage sind kein Rekord, der uns abschreckt.

Bilder zum Auftrag

Ring in Prerow verloren – was jetzt hilft

Am Strand entscheidet der Sand: Im trockenen Sand sinkt alles schnell ab, im nassen Spülsaum wandert es mit Wellen und Gezeiten. Beides ist lösbar – auch in Prerow –, solange die Stelle halbwegs steht.

Wichtig ist eine gute Markierung: zwei feste Punkte am Ufer anpeilen, einen Kartenpin setzen, ein Foto von der Stelle machen. Und vor allem nicht selbst im Grund wühlen – jede Handbewegung drückt den Ring tiefer und trübt das Wasser für die spätere Suche.

Ratgeber: Ring in der Ostsee verloren →

Ratgeber: Ehering verloren – was tun? →

Ring in Prerow verloren? Wir kommen vorbei

Diese Suche in Prerow ist kein Einzelfall — wir sind ein ehrenamtliches Netzwerk von Sondengängern und fahren Einsätze in Mecklenburg-Vorpommern und bundesweit. Melde dich, solange die Stelle noch frisch in Erinnerung ist.

0170 65 30 917 anrufen Suche anfragen

Häufige Fragen: Ring in Prerow verloren

Kann man einen Ring, der in Prerow verloren ging, wiederfinden?

Ja. Im trockenen Sand ist das für unsere Metalldetektoren Routine, und auch im Spülsaum finden wir zuverlässig – dort arbeiten wir den markierten Bereich mit Detektor und Sandscoop in überlappenden Bahnen ab und weiten ihn in Wellenrichtung aus. Niedrigwasser gibt uns zusätzlich frei, was die Flut versteckt hatte.

Ich habe einen Ring in Prerow verloren – was soll ich jetzt tun?

Als Erstes: die Stelle sichern, nicht durchsuchen. Markiere den Bereich im Sand, mach ein Foto mit festen Punkten im Hintergrund und notiere dir, wann du ihn zuletzt sicher hattest. Danach meldest du dich bei uns unter 0170 65 30 917 – auch abends und am Wochenende. Wir klären am Telefon, ob sich die Stelle eingrenzen lässt, und sagen dir ehrlich, ob eine Suche Sinn hat.

Lohnt sich eine Suche in Prerow auch noch nach Tagen oder Wochen?

Ja. Sand arbeitet zwar, aber er arbeitet berechenbar: Verlorenes wandert mit Wellen und Gezeiten in eine Richtung, und genau dorthin weiten wir das Suchfeld aus. Auch Tage später finden wir mit dem Metalldetektor noch, was andere längst abgeschrieben haben.

Sucht ihr in Prerow auch nach anderen Dingen?

Ja. Neben Eheringen und Verlobungsringen haben wir Uhren, Ketten und Anhänger, Armbänder, Ohrringe, Schlüsselbunde, Brillen, Handys und auch Dinge geborgen, die mit Schmuck gar nichts zu tun haben – vom Werkzeug bis zum Gehstock. Was Metall enthält, findet der Detektor; für alles andere geht die ROV-Drohne mit Kamera und Greifarm runter. Frag einfach – wenn wir etwas nicht können, sagen wir dir das direkt.

Was kostet es, wenn ihr nach meinem Ring sucht?

Die Suche selbst machen wir ehrenamtlich – wir sind ein Netzwerk von Hobby-Sondengängern, keine Firma. Besprochen wird vorab nur, wie wir mit den Auslagen umgehen, also Anfahrt, Parken oder Tauchflaschen. Ein Finderlohn ist und bleibt freiwillig. Feste Beträge nennen wir nicht, bevor wir Ort und Aufwand kennen.