Ein Ring zwischen den Strandkörben
Fünf Minuten – so lange dauerte diese Suche im Zuckersand von Ahlbeck auf Usedom. Vorausgegangen waren allerdings zwei Tage, in denen der Ring zwischen den Strandkörben lag und jeder ihn hätte finden können.
Ein Urlaub, der traurig endete
Ein junges Paar freute sich auf den gemeinsamen Urlaub in Ahlbeck an der Ostsee. Leider endete dieser jedoch für die junge Mutter traurig – ihr Ring war im Strandsand verschwunden, und für sie war der Urlaub somit gelaufen.
Warum an der Ostsee die Zeit drängt
Unsere Ringjägerin Susanne wurde durch Marcel und Steven auf diesen Auftrag aufmerksam gemacht, und somit erfolgte kurzfristig auch eine Kontaktaufnahme. Dabei stellte sich heraus, dass der Ring bereits am Sonntagabend verloren wurde.
Das ist in dieser Gegend keine besonders gute Voraussetzung, da dort auch viele weitere Sucher unterwegs sind und sich somit ihr Taschengeld aufbessern möchten. Meist wird zwar nur nach Kleingeld gesucht – aber die Erfahrung zeigt, dass ein solch schöner Nebenfund selten zurückgegeben wird.
Genau das ist an den Stränden von Usedom und der gesamten Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns das eigentliche Risiko. Nicht, dass der Ring im Sand verschwindet: Der bleibt liegen, wo er hingefallen ist. Sondern dass jemand anderes ihn zuerst findet. Da wir aber in solchen Momenten nie die Hoffnung aufgeben, machte sich Susanne trotzdem auf die Suche.
Die Suche mit Metalldetektor und Pinpointer
Nach etwa fünf Minuten bekam sie ein Doppelsignal. Eines entpuppte sich als eine 2-Euro-Münze – und direkt daneben lag ein weiteres Signal.
Solche Doppelsignale sind an belebten Strandabschnitten der Normalfall: Wo Menschen sitzen, liegt Kleingeld im Sand, und zwei Metallteile nebeneinander verschmelzen im Detektor zu einem einzigen, unsauberen Ton. Wer hier zu schnell weitergeht, hat den Ring buchstäblich überhört.
Weil der Strandkorb direkt danebenstand, musste Susanne das zweite Signal mit dem Pinpointer lokalisieren. Mit den Fingern glitt sie in den Zuckersand, um das Objekt zu finden – welches dann plötzlich an ihrem Finger hing.
Danke, Susanne
Danke für deinen Einsatz! An den Ostseestränden von Usedom – Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin, Trassenheide – sind wir regelmäßig unterwegs. Wenn dir hier etwas im Sand verschwindet: Markier die Stelle und melde dich am selben Tag. Nicht, weil der Ring wegwandert, sondern weil sonst jemand anderes schneller ist.
Bilder zum Auftrag
Ring auf Usedom verloren – was jetzt hilft
Am Strand entscheidet der Sand: Im trockenen Sand sinkt alles schnell ab, im nassen Spülsaum wandert es mit Wellen und Gezeiten. Beides ist lösbar – auch auf Usedom –, solange die Stelle halbwegs steht.
Wichtig ist eine gute Markierung: zwei feste Punkte am Ufer anpeilen, einen Kartenpin setzen, ein Foto von der Stelle machen. Und vor allem nicht selbst im Grund wühlen – jede Handbewegung drückt den Ring tiefer und trübt das Wasser für die spätere Suche.
Ring auf Usedom verloren? Wir kommen vorbei
Diese Suche auf Usedom ist kein Einzelfall — wir sind ein ehrenamtliches Netzwerk von Sondengängern und fahren Einsätze in Mecklenburg-Vorpommern und bundesweit. Melde dich, solange die Stelle noch frisch in Erinnerung ist.
Häufige Fragen: Ring auf Usedom verloren
Kann man einen Ring, der auf Usedom verloren ging, wiederfinden?
Ja. Im trockenen Sand ist das für unsere Metalldetektoren Routine, und auch im Spülsaum finden wir zuverlässig – dort arbeiten wir den markierten Bereich mit Detektor und Sandscoop in überlappenden Bahnen ab und weiten ihn in Wellenrichtung aus. Niedrigwasser gibt uns zusätzlich frei, was die Flut versteckt hatte.
Ich habe einen Ring auf Usedom verloren – was soll ich jetzt tun?
Als Erstes: die Stelle sichern, nicht durchsuchen. Markiere den Bereich im Sand, mach ein Foto mit festen Punkten im Hintergrund und notiere dir, wann du ihn zuletzt sicher hattest. Danach meldest du dich bei uns unter 0170 65 30 917 – auch abends und am Wochenende. Wir klären am Telefon, ob sich die Stelle eingrenzen lässt, und sagen dir ehrlich, ob eine Suche Sinn hat.
Lohnt sich eine Suche auf Usedom auch noch nach Tagen oder Wochen?
Ja. Sand arbeitet zwar, aber er arbeitet berechenbar: Verlorenes wandert mit Wellen und Gezeiten in eine Richtung, und genau dorthin weiten wir das Suchfeld aus. Auch Tage später finden wir mit dem Metalldetektor noch, was andere längst abgeschrieben haben.
Sucht ihr auf Usedom auch nach anderen Dingen?
Ja. Neben Eheringen und Verlobungsringen haben wir Uhren, Ketten und Anhänger, Armbänder, Ohrringe, Schlüsselbunde, Brillen, Handys und auch Dinge geborgen, die mit Schmuck gar nichts zu tun haben – vom Werkzeug bis zum Gehstock. Was Metall enthält, findet der Detektor; für alles andere geht die ROV-Drohne mit Kamera und Greifarm runter. Frag einfach – wenn wir etwas nicht können, sagen wir dir das direkt.
Was kostet es, wenn ihr nach meinem Ring sucht?
Die Suche selbst machen wir ehrenamtlich – wir sind ein Netzwerk von Hobby-Sondengängern, keine Firma. Besprochen wird vorab nur, wie wir mit den Auslagen umgehen, also Anfahrt, Parken oder Tauchflaschen. Ein Finderlohn ist und bleibt freiwillig. Feste Beträge nennen wir nicht, bevor wir Ort und Aufwand kennen.
Einsatzdaten
- Ort
- Ahlbeck auf Usedom
- Gewässer / Fläche
- Ostseestrand
- Verlustort
- Im Sand direkt neben einem Strandkorb
- Untergrund
- Feiner, trockener Zuckersand
- Gesuchter Gegenstand
- Ring
- Verlustursache
- Am Strand im Sand verloren
- Suchtechnik
- Metalldetektor, Feinortung mit dem Pinpointer neben dem Strandkorb
- Suchdauer
- rund 5 Minuten
- Ergebnis
- Ring aus dem Sand geborgen und zurückgegeben
- Einsatzdatum
- 21. September 2021
- Region
- Mecklenburg-Vorpommern