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Ringjäger tauchen nach Luxusuhr

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Ringjäger tauchen nach Luxusuhr

Starnberg/Berg. Ein Geschäftsmann aus München hat bei einem Bootsausflug auf dem Starnberger See seine Armbanduhr verloren: eine Patek Philippe im Wert von rund 120.000 Euro. Die Stelle liegt vor Berg, nicht weit vom Gedenkkreuz für König Ludwig II. Einige Wochen später reisen unsere Ringjäger Patrik Flömer und Peter Bäumler an, mit Metalldetektor und einer ferngesteuerten Unterwasser-Drohne, die laut Bericht bis zu 300 Meter tief tauchen kann.

Am selben Wochenende gab es einen zweiten Auftrag am See: Bei Starnberg war ein Ehering verloren gegangen, das Suchgebiet umfasste rund 5.000 Quadratmeter. Patrik, 36, Softwareentwickler aus der Nähe von Bremen und Betreiber des YouTube-Kanals SchatzsucheTV, tauchte nach dem Ring. Peter, 40, gelernter Industriemechaniker aus Baden-Württemberg, stand zeitweise bis zum Hals im Wasser.

Die OVB Heimatzeitungen beschreiben die Ringjäger als ehrenamtliche Vereinigung mit rund 15 aktiven Mitgliedern, die über ganz Deutschland verteilt sind und für ihre Einsätze lediglich eine Fahrtkostenpauschale erhalten. Bei manchen Aufträgen liegen die Kosten über der Erstattung. Trotzdem steckt Patrik einen großen Teil seiner Freizeit in die Suche: Allein in diesem Jahr hat er 94 Eheringe wiedergefunden. Als einen der spektakulärsten Funde des Netzwerks nennt der Artikel eine 102 Gramm schwere Königsgoldkette im Wert von mehr als 10.000 Euro.

Entscheidend ist für uns aber nicht der Preis, sondern die Geschichte hinter jedem Auftrag. „Den Wert des Rings legen nicht wir fest, sondern die Leute, denen er gehört”, sagt Peter im Gespräch mit der Zeitung. Ein Ring könne materiell 50 Euro wert sein und für seinen Besitzer trotzdem unbezahlbar.

Zur Ehrlichkeit gehört auch das Ergebnis: Die Suche am Starnberger See blieb an diesem Wochenende ohne Fund. Weder die Uhr noch der Ehering tauchten auf. Nach dem Ring sucht jetzt ein Ringjäger aus der Region weiter, denn ein Ring, der einmal auf dem Seegrund liegt, bleibt in der Regel genau dort.

Der Beitrag erschien am 13. September 2026 online bei OVB und am 14. September 2026 in den Printausgaben von Oberbayerisches Volksblatt, Mühldorfer Anzeiger, Wasserburger Zeitung, Mangfall-Bote, Chiemgau-Zeitung, Waldkraiburger Nachrichten und Neumarkter Anzeiger. Foto: Dagmar Rutt / OVB Heimatzeitungen.