Ehering im Kronensee – Fund nach wenigen Minuten
Am Kronensee war ein Ehering verloren gegangen: Beim Stand-up-Paddeln blieb ein Mann an einer Begrenzungsleine hängen, dabei rutschte ihm der Ring vom Finger und sank in rund 3 bis 3,5 Meter Tiefe auf den Grund. Ein Ort, an dem man von Hand nichts mehr ausrichten kann.
Am Morgen hatten bereits drei Taucher der DLRG mit Pinpointer und PulseDive gesucht – leider ohne Erfolg. Die Chancen standen also nicht besonders gut, als unser Mitglied Patrik dazukam.
Eigentlich hatte Patrik an diesem Tag schon einen anderen Suchauftrag hinter sich, und sämtliche Neoprenanzüge waren nass. Trotzdem machte er auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum Kronensee und ging ins Wasser.
Mit dem Metalldetektor gab es schon nach wenigen Minuten ein klares Signal am Grund. Ein gezielter Griff – und tatsächlich kam ein großer Goldring zum Vorschein. Noch unter Wasser war die Gravur zu erkennen.
An der Oberfläche dann die entscheidende Frage: „Der Name war Marcel, oder?“ – „Ja.“ – „Dann habe ich deinen Ring!“ Die Erleichterung war riesig.
Solche Momente sind der Grund, warum wir das ehrenamtlich machen. Ein Ehering ist eben mehr als ein Stück Gold, und ihn zurückgeben zu können, macht die nasse Fahrt am Ende jedes Mal wett. Wieder ein schönes Happy End.
Etwas verloren? Wir kommen vorbei
Wir sind ein ehrenamtliches Netzwerk von Sondengängern und suchen bundesweit nach Ringen, Ketten, Uhren, Schlüsseln und allem anderen aus Metall. Melde dich, solange die Stelle noch frisch in Erinnerung ist.
Häufige Fragen zur Suche
Kann man einen Ring wiederfinden, wenn er verloren gegangen ist?
Ja, und zwar ziemlich zuverlässig. Ein Ring bleibt an Land dort liegen, wo er hingefallen ist. Wir gehen die Fläche mit dem Metalldetektor in überlappenden Bahnen ab, grenzen jedes Signal mit dem Pinpointer auf wenige Zentimeter ein und heben nur ein handtellergroßes Stück Grasnarbe aus. Auch nach Wochen finden wir so noch, was längst abgeschrieben war.
Ich habe einen Ring verloren – was soll ich jetzt tun?
Als Erstes: die Stelle sichern, nicht durchsuchen. Markiere den Bereich vor Ort, mach ein Foto mit festen Punkten im Hintergrund und notiere dir, wann du ihn zuletzt sicher hattest. Danach meldest du dich bei uns unter 0170 65 30 917 – auch abends und am Wochenende. Wir klären am Telefon, ob sich die Stelle eingrenzen lässt, und sagen dir ehrlich, ob eine Suche Sinn hat.
Lohnt sich eine Suche auch noch nach Tagen oder Wochen?
Ja, auf jeden Fall. An Land bewegt sich nichts von allein – es liegt noch genau da, wo es hingefallen ist. Wir haben Stücke nach Monaten und nach Jahren noch gefunden. Das Einzige, was eine Suche wirklich erschwert, ist Umgraben, Aufschütten oder Überbauen.
Was sucht ihr außer Ringen noch?
Ja. Neben Eheringen und Verlobungsringen haben wir Uhren, Ketten und Anhänger, Armbänder, Ohrringe, Schlüsselbunde, Brillen, Handys und auch Dinge geborgen, die mit Schmuck gar nichts zu tun haben – vom Werkzeug bis zum Gehstock. Was Metall enthält, findet der Detektor; für alles andere geht die ROV-Drohne mit Kamera und Greifarm runter. Frag einfach – wenn wir etwas nicht können, sagen wir dir das direkt.
Was kostet es, wenn ihr nach meinem Ring sucht?
Die Suche selbst machen wir ehrenamtlich – wir sind ein Netzwerk von Hobby-Sondengängern, keine Firma. Besprochen wird vorab nur, wie wir mit den Auslagen umgehen, also Anfahrt, Parken oder Tauchflaschen. Ein Finderlohn ist und bleibt freiwillig. Feste Beträge nennen wir nicht, bevor wir Ort und Aufwand kennen.