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Nicht nur das Kanu war im Wasser

Ein Taucher im Neoprenanzug und eine lachende Frau stehen am Neckarufer, sie zeigt ihren wiedergefundenen Ehering und hebt den Daumen.

Drei Stunden im Schlick des Neckars, bei nahezu null Sicht – so lange brauchte dieser Einsatz in Baden-Württemberg. Vorher hatte der Ehemann es mit einem selbst gekauften Gerät versucht.

Ein Ehering beim Einlassen des Kanus

Heinrich und seine Frau Amber wollten wie so oft an einem schönen Tag eine kleine Runde mit ihrem Kanu auf dem Neckar fahren. Beim Einlassen des Bootes geschah dann das, was sich kein Ehepaar ausmalen möchte – Amber ihr Ehering fiel ins Wasser.

Das Ein- und Auslassen eines Bootes ist eine der klassischen Verlustsituationen. Man greift ins Wasser, hält das Boot, stützt sich ab – und die Hände sind dabei nass und kalt. Genau dann sitzt ein Ring am lockersten.

Der Versuch mit dem eigenen Gerät

Schnell entschied sich Heinrich dazu, sich im Internet einen Pinpointer zu beschaffen und selbst auf die Suche nach dem Ring zu gehen. Leider ohne Erfolg.

Dass das nicht klappte, lag nicht an mangelnder Mühe. Ein Pinpointer ist ein Nahortungsgerät mit wenigen Zentimetern Reichweite – er ist dafür da, ein Signal punktgenau einzugrenzen, das ein großer Detektor vorher gefunden hat. Als alleiniges Suchgerät in einem Fluss taugt er nicht, erst recht nicht in Schlick.

Die Suche im Neckar

Beim Durchforsten des Internets stießen die beiden dann auf uns Ringjäger.

Einige Tage später stieg somit Pascal mit seinem Nemo dort ins Wasser, um nach dem verlorenen Stück zu suchen. Es war kein leichtes Unterfangen für unseren Jäger Pascal, da der Grund mit sehr viel Schlick bedeckt und somit die Sicht sehr trüb war. Durch die leichte Strömung war es jedoch möglich stellenweise eine bessere Sicht zu bekommen. Nach 3 Stunden gelang es Pascal dann endlich, den Ring wieder mit an die Wasseroberfläche zu bringen.

Drei Stunden sind für einen Flusseinsatz viel – und genau daran sieht man, was Schlick ausmacht. Der Ring liegt nicht auf dem Grund, sondern darin. Man arbeitet sich Handbreit für Handbreit vor, ohne etwas zu sehen, und muss sich merken, welche Fläche schon dran war.

Nach drei Stunden

Die Freude des Ehepaares war enorm und unbeschreiblich.

Am Neckar und an den Gewässern in ganz Baden-Württemberg sind wir im Einsatz. Und für alle, die daran denken, sich selbst ein Gerät zu kaufen: Mach es lieber andersherum. Erst anrufen – wir sagen dir ehrlich, ob eine Suche Sinn hat, und du sparst dir das Geld für ein Gerät, das für diesen Fall nicht gebaut ist.

Ring im Neckar verloren – was jetzt hilft

Im fließenden Wasser arbeitet die Zeit gegen dich. Strömung und Kiesbett verschieben alles Stück für Stück, nach einem Hochwasser wird aus einem überschaubaren Suchfeld ein ganzer Flussabschnitt. Wer einen Ring im Neckar verliert, sollte sich deshalb noch am selben Tag melden.

Wichtig ist eine gute Markierung: zwei feste Punkte am Ufer anpeilen, einen Kartenpin setzen, ein Foto von der Stelle machen. Und vor allem nicht selbst im Grund wühlen – jede Handbewegung drückt den Ring tiefer und trübt das Wasser für die spätere Suche.

Ratgeber: Ring im Fluss verloren →

Ratgeber: Ehering verloren – was tun? →

Ring im Neckar verloren? Wir kommen vorbei

Diese Suche im Neckar ist kein Einzelfall — wir sind ein ehrenamtliches Netzwerk von Sondengängern und fahren Einsätze in Baden-Württemberg und bundesweit. Melde dich, solange die Stelle noch frisch in Erinnerung ist.

0170 65 30 917 anrufen Suche anfragen

Häufige Fragen: Ring im Neckar verloren

Kann man einen Ring, der im Neckar verloren ging, wiederfinden?

Ja. Wir suchen mit wasserdichtem Metalldetektor gegen die Strömung, tasten Rinnen und Kolke ab und sieben das Kiesbett durch. Ein Ring ist schwer genug, dass ihn ein Fluss nicht einfach mitnimmt – meist liegt er wenige Meter unterhalb der Stelle, an der er den Finger verlassen hat, fest zwischen den Steinen. Je früher wir da sind, desto kleiner ist das Suchfeld.

Ich habe einen Ring im Neckar verloren – was soll ich jetzt tun?

Als Erstes: die Stelle sichern, nicht durchsuchen. Markiere den Bereich im Wasser, mach ein Foto mit festen Punkten im Hintergrund und notiere dir, wann du ihn zuletzt sicher hattest. Danach meldest du dich bei uns unter 0170 65 30 917 – auch abends und am Wochenende. Wir klären am Telefon, ob sich die Stelle eingrenzen lässt, und sagen dir ehrlich, ob eine Suche Sinn hat.

Lohnt sich eine Suche im Neckar auch noch nach Tagen oder Wochen?

Ja – wir holen Ringe regelmäßig auch Wochen nach dem Verlust noch aus dem Kiesbett. Ein Fluss trägt nichts Schweres einfach fort: Es sackt zwischen die Steine und bleibt dort liegen. Wir suchen dann großzügiger flussabwärts und arbeiten das Bett mit dem Metalldetektor Bahn für Bahn ab. Warte also nicht ab, weil du denkst, es sei zu spät – ruf an, wir schauen uns das an.

Sucht ihr im Neckar auch nach anderen Dingen?

Ja. Neben Eheringen und Verlobungsringen haben wir Uhren, Ketten und Anhänger, Armbänder, Ohrringe, Schlüsselbunde, Brillen, Handys und auch Dinge geborgen, die mit Schmuck gar nichts zu tun haben – vom Werkzeug bis zum Gehstock. Was Metall enthält, findet der Detektor; für alles andere geht die ROV-Drohne mit Kamera und Greifarm runter. Frag einfach – wenn wir etwas nicht können, sagen wir dir das direkt.

Was kostet es, wenn ihr nach meinem Ring sucht?

Die Suche selbst machen wir ehrenamtlich – wir sind ein Netzwerk von Hobby-Sondengängern, keine Firma. Besprochen wird vorab nur, wie wir mit den Auslagen umgehen, also Anfahrt, Parken oder Tauchflaschen. Ein Finderlohn ist und bleibt freiwillig. Feste Beträge nennen wir nicht, bevor wir Ort und Aufwand kennen.