Eine Koralle im Müggelsee
Drei Tage lang suchte Mareike selbst – mit Taucherbrille, an den Beinen ihrer Kinder festhaltend, einmal um sechs Uhr morgens vor verschlossenem Tor. Steven brauchte fünfzehn Minuten.
Ein Erbstück am Müggelsee
Jetzt wo die letzten Sommertage noch etwas wärmer wurden, wollte Mareike dies ausnutzen und den Samstag mit den Kids im Strandbad Müggelsee verbringen. Am See angekommen ging es dann sofort für alle ins Wasser, wo gespielt und getaucht wurde. Während die Kids am Planschen waren, stand Mareike träumend daneben und spielte unbewusst an ihrem Ring rum, welcher ein Erbstück ihrer Tante ist, und starrte in die Ferne.
Sie drehte ihn hin und her und plötzlich flog er weg. Mareike konnte noch sehen, wie er im Wasser versunken ist. Sofort tauchte sie panisch nach dem Ring und versuchte ihn noch zu fangen - leider gelang ihr dies nicht. Sie rannte zum Stand und frage einige Leute nach einer Tauchermaske. Aber da konnte ihr keiner helfen. Somit versucht sie ihr Glück weiter ohne eine Tauchermaske. Die Kids standen im Wasser, damit Mareike sich an ihren Beinen festhalten und sich orientieren konnte - auch dies war ohne Erfolg.
Drei Tage Eigensuche
Am nächsten Tag machte sie sich erneut im Strandbad, diesmal mit einer Tauchermaske, auf die Suche. Da der Ring aber bereits vom Sand verschlungen war, konnte sie ihn nicht auffinden. Also fuhr sie den zweiten Tag ebenfalls traurig und frustriert nach Hause.
Für den nächsten Morgen stellte sie sich den Wecker so, dass sie schon 6 Uhr im Strandbad sein konnte, um weiter nach dem Schmuckstück zu suchen. Denn sie wollte auf keinen Fall die Hoffnung aufgeben, den Ring wiederzufinden. Wie geplant, stand sie pünktlich 6 Uhr am Strandbad, doch leider vor verschlossenen Türen. Also endete die erneute Suchaktion nach nur kurzer Zeit.
Dieser eine Satz – „da der Ring aber bereits vom Sand verschlungen war” – beschreibt genau, warum Selbersuchen im Wasser fast nie klappt. Ein Ring sinkt in weichem Grund binnen Stunden ein paar Millimeter ein und ist damit optisch vollständig weg. Keine Taucherbrille der Welt hilft dagegen. Für einen Metalldetektor macht das keinen Unterschied.
Und jeder Schritt beim Suchen tritt ihn tiefer ein.
Der Anruf bei uns
Zu Hause angekommen, war Mareike ratlos und schaltete somit im Internet eine Anzeige, dass sie einen Ring verloren hatte. Darüber erfuhr sie dann nach nur kurzer Zeit von uns Ringjägern und setze sich dann auch gleich mit uns in Verbindung. Am Telefon klärte ich mit ihr alle Eckdaten und wir vereinbarten für denselben Tag einen Termin um 18:30 Uhr am See.
Steven und ich trafen uns somit zur vereinbarten Zeit mit der Familie am Strandbad. Sofort ging es für Steven und Mareike ins Wasser. Zum Glück konnte sie den Bereich eingrenzen, sodass für Steven sein Suchbereich klar war. Während die beiden im Wasser waren, versuchte der größere von den Kids sein Glück mit dem eigenen Detektor am Strand, um eventuell sein Taschengeld aufzubessern.
Fünfzehn Minuten
Nach 15 Minuten kam die Erlösung mit dem Ring im Scoop. Die Freude war riesig und der Ring saß schnell wieder am Finger. Luftsprünge und Jubel blieben nicht aus.
Am Müggelsee, am Wannsee, am Plötzensee und an den Berliner Seen sind wir regelmäßig im Einsatz. Und der Rat aus diesem Fall: Such nicht drei Tage selbst. Markier die Stelle, geh raus aus dem Wasser und ruf an – der Ring liegt noch da, und je weniger jemand im Grund herumläuft, desto schneller haben wir ihn.
Bilder zum Auftrag
Ring im Müggelsee verloren – was jetzt hilft
Wer einen Ring im Müggelsee verliert, hat bessere Karten, als es sich im ersten Moment anfühlt: In stehendem Wasser bleibt er liegen, wo er hineingefallen ist. Fortgespült wird er nicht — er sinkt nur langsam in Sand oder Schlamm ein.
Wichtig ist eine gute Markierung: zwei feste Punkte am Ufer anpeilen, einen Kartenpin setzen, ein Foto von der Stelle machen. Und vor allem nicht selbst im Grund wühlen – jede Handbewegung drückt den Ring tiefer und trübt das Wasser für die spätere Suche.
Ring im Müggelsee verloren? Wir kommen vorbei
Diese Suche im Müggelsee ist kein Einzelfall — wir sind ein ehrenamtliches Netzwerk von Sondengängern und fahren Einsätze in Berlin und bundesweit. Melde dich, solange die Stelle noch frisch in Erinnerung ist.
Häufige Fragen: Ring im Müggelsee verloren
Kann man einen Ring, der im Müggelsee verloren ging, wiederfinden?
Ja – das ist für uns Alltag. Bis etwa anderthalb Meter Wassertiefe arbeiten wir mit wasserdichtem Metalldetektor und Siebschaufel vom Ufer aus; wird es tiefer oder trüb, gehen Taucher rein oder die ROV-Unterwasser-Drohne zeigt uns den Grund live am Monitor. Gold und Platin geben unter Wasser ein sauberes Signal. Entscheidend ist eigentlich nur, dass sich die Verluststelle im Müggelsee auf ein paar Meter eingrenzen lässt – dann ist der Rest Handwerk.
Ich habe einen Ring im Müggelsee verloren – was soll ich jetzt tun?
Als Erstes: die Stelle sichern, nicht durchsuchen. Markiere den Bereich im Wasser, mach ein Foto mit festen Punkten im Hintergrund und notiere dir, wann du ihn zuletzt sicher hattest. Danach meldest du dich bei uns unter 0170 65 30 917 – auch abends und am Wochenende. Wir klären am Telefon, ob sich die Stelle eingrenzen lässt, und sagen dir ehrlich, ob eine Suche Sinn hat.
Lohnt sich eine Suche im Müggelsee auch noch nach Tagen oder Wochen?
Ja, und zwar mit richtig guten Aussichten. Ohne Strömung passiert unter Wasser erstaunlich wenig: Alles sinkt ein Stück in den Grund und bleibt exakt dort liegen. Wir haben Stücke geborgen, die monatelang unten lagen – eines sogar nach zwei Jahren und neun Monaten. Weicher Schlamm heißt nur, dass wir tiefer sieben.
Sucht ihr im Müggelsee auch nach anderen Dingen?
Ja. Neben Eheringen und Verlobungsringen haben wir Uhren, Ketten und Anhänger, Armbänder, Ohrringe, Schlüsselbunde, Brillen, Handys und auch Dinge geborgen, die mit Schmuck gar nichts zu tun haben – vom Werkzeug bis zum Gehstock. Was Metall enthält, findet der Detektor; für alles andere geht die ROV-Drohne mit Kamera und Greifarm runter. Frag einfach – wenn wir etwas nicht können, sagen wir dir das direkt.
Was kostet es, wenn ihr nach meinem Ring sucht?
Die Suche selbst machen wir ehrenamtlich – wir sind ein Netzwerk von Hobby-Sondengängern, keine Firma. Besprochen wird vorab nur, wie wir mit den Auslagen umgehen, also Anfahrt, Parken oder Tauchflaschen. Ein Finderlohn ist und bleibt freiwillig. Feste Beträge nennen wir nicht, bevor wir Ort und Aufwand kennen.
Einsatzdaten
- Ort
- Berlin
- Gewässer / Fläche
- Müggelsee, Strandbad
- Verlustort
- Im Flachwasser, Bereich von der Besitzerin eingegrenzt
- Untergrund
- Sand – der Ring war bereits eingesunken
- Gesuchter Gegenstand
- Ring
- Besonderheit
- Erbstück der Tante
- Verlustursache
- Beim gedankenverlorenen Drehen am Finger weggeflogen
- Suchtechnik
- Metalldetektor und Scoop, gemeinsam mit der Besitzerin im Wasser
- Suchdauer
- 15 Minuten – nach drei Tagen erfolgloser Eigensuche
- Ergebnis
- Ring geborgen und zurückgegeben
- Einsatzdatum
- 06. September 2021
- Ringjäger vor Ort
- Steven
- Region
- Berlin