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Platin-Ehering aus der Isar geborgen

Zwei Männer stehen im flachen Wasser eines Flusses mit Metalldetektor, im Hintergrund dichter grüner Uferbewuchs.

Ein Hilferuf aus München erreichte uns: Beim Kajakfahren war ein Ehering aus Platin in der Isar verloren gegangen. Er lag rund 30 Zentimeter tief im Kiesbett – ein Fall, bei dem das fließende Wasser und der steinige Untergrund die Suche nicht gerade einfacher machen.

Vorab hatte der Besitzer es bereits bei einem anderen, deutschlandweit aktiven Anbieter für Auftragssuche mit grünem Logo versucht. Dort wurde nach eigener Schilderung schon rund zwei Stunden lang gesucht, ohne dass der Ring auftauchte. Für den Verlierenden bedeutete das erst einmal: keine Spur, aber auch die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.

Ein Punkt, der uns dabei aufgestoßen ist: Bei diesem Anbieter wurden zusätzlich die Koordinaten des Ring-Standorts öffentlich angegeben. Solche Standortdaten sind hochsensibel und haben unserer Ansicht nach in der Öffentlichkeit nichts verloren. Wer um Hilfe bittet, soll sich darauf verlassen können, dass solche Angaben vertraulich bleiben.

Daraufhin machte sich Tamer aus unserem Team auf den Weg an die Isar. Mit dem Metalldetektor ging er das Kiesbett an der angegebenen Stelle systematisch durch. Nach etwa 15 Minuten gab das Gerät das entscheidende Signal – der Platinring war wieder da und konnte vorsichtig aus dem Kies geborgen werden.

Dass ausgerechnet ein Ehering verloren geht, trifft Menschen oft mehr, als ein reiner Materialwert es vermuten lässt. Genau deshalb sind wir als Ringjäger ehrenamtlich unterwegs: um solche Stücke wieder dorthin zu bringen, wo sie hingehören. Über das Ergebnis an diesem Flussabschnitt freuen wir uns besonders – manchmal liegt der Ring eben genau da, wo man mit Geduld und dem richtigen Vorgehen hinkommt.