Ring im Neckar verloren
Im Neckar bei Pliezhausen ereignete sich an diesem Samstag ein kleines Drama: Beim Stöckchen werfen rutschten gleich zwei Ringe von der Hand und flogen ins Wasser. Ein Moment der Unachtsamkeit am Ufer – und schon waren zwei Schmuckstücke verschwunden, die für ihre Trägerin einen unersetzlichen Wert haben. Genau in solchen Augenblicken kippt ein unbeschwerter Tag am Fluss in blanke Verzweiflung.
Für unseren Jäger Peter war das kein Problem. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren, im Internet keine Information über den Standort zu veröffentlichen und uns Ringjäger zu kontaktieren. Wer einen Verlust öffentlich teilt, lockt im schlimmsten Fall fremde Sucher an die Stelle. Je präziser man uns dagegen die ungefähre Verlustzone eingrenzen kann, desto gezielter lässt sich die Suche aufbauen.
Steiniges Flussbett als Herausforderung
Im Flussbett lagen unterschiedlich große Steine, welche die Suche erschwerten. Fließende Gewässer wie der Neckar haben ihre Tücken: Die Strömung kann kleine Gegenstände verlagern, der Untergrund ist uneben, und zwischen Geröll lässt sich ein Ring leicht verkanten. Bei einer Suche im Fluss arbeiten wir uns deshalb meist systematisch und Bahn für Bahn durch das abgegrenzte Gebiet vor, tasten den Grund mit wasserdichter Metalldetektor-Technik ab und prüfen jedes Signal von Hand – oft im Flachwasser stehend oder tauchend, je nach Tiefe und Sicht.
Nach insgesamt vier Stunden konnten dann beide Ringe aus etwa einem Meter Tiefe geborgen werden, die weiter links lagen, als anfangs vermutet. Dass Fundstücke nicht genau dort liegen, wo man sie zuletzt vermutet, ist keine Seltenheit – ein Grund, warum sich Geduld und ein gründliches Absuchen des gesamten Bereichs auszahlen.
Unser Jäger Peter hatte eine Menge Spaß bei diesem Auftrag, und unsere Auftraggeberin war glücklich, ihre Ringe wieder an den Fingern zu tragen. Genau für solche Momente sind wir Ringjäger als ehrenamtliches Netzwerk unterwegs. Wer einen Ring im Wasser oder am Ufer verloren hat, sollte die Stelle möglichst unberührt lassen und sich frühzeitig melden – das weitere Vorgehen und eine faire Aufwandsentschädigung besprechen wir dann individuell.