Die Gefahr ist größer, als gedacht...
Manche Einsätze führen uns nicht zu einem verlorenen Ehering, sondern an einen Ort, an dem ganz andere Dinge im Wasser liegen. Diesmal erreichte uns ein Hilferuf: Bei der Reinigung eines Strandes wurde unsere Hilfe benötigt. Wir haben zugesagt – und waren selbst erschrocken, wie viel Müll eigentlich im Wasser an einem einzigen Strand liegen kann.
Und genau darin lassen wir unsere Kinder spielen und baden. Genau das geht einem durch den Kopf, wenn man Stück für Stück aus dem Sand und dem flachen Wasser holt, was sich dort über die Zeit angesammelt hat. Wir glauben, hierzu müssen wir nicht viel schreiben, denn die folgenden Bilder sprechen für sich.
Was im Wasser liegt, sieht man nicht
Es liegen einige scharfkantige Dinge im Wasser, wie zum Beispiel Cuttermesserklingen, abgeschlagene Flaschenhälse und Kronkorken. Vieles davon verschwindet im Sand, wird von einer Welle ein Stück weiter getragen und liegt am nächsten Tag schon wieder woanders. Mit bloßem Auge ist es oft kaum zu erkennen – barfuß spürt man es leider erst, wenn es zu spät ist.
Bei einer solchen Suche im Flachwasser arbeiten wir uns in der Regel Bahn für Bahn vor: erst mit dem Metalldetektor das Areal absuchen, dann jeden Fund vorsichtig aus dem Untergrund bergen und sicher abtransportieren. Was sich im trüben Wasser verbirgt, lässt sich eben nur Schritt für Schritt herausarbeiten – und genau dafür ist die Technik gemacht, die wir sonst zum Aufspüren verlorener Ringe einsetzen.
Müll von einem einzigen Tag
Das Erschreckende: Dies ist Müll von einem Tag und einer Badestelle im Wasserbereich. Nicht von einer ganzen Saison, nicht von einem ganzen Küstenabschnitt – ein Tag, eine Stelle. Wer das einmal vor sich liegen sieht, schaut beim nächsten Strandbesuch mit anderen Augen auf das Wasser, in dem die eigenen Kinder planschen.
Wenn auch ihr Hilfe braucht – sei es ein verlorener Ring oder eine Stelle, an der etwas geborgen werden muss – meldet euch gern bei uns. Wir sind ein ehrenamtliches Netzwerk von Suchern, das anpackt, wo Technik und ein paar helfende Hände gebraucht werden.