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Handy nach 30 Stunden im Plöner See geborgen

Mitglied im Neoprenanzug hält am steinigen Seeufer ein Smartphone in die Kamera, daneben auf einem Stein eine schwarze Unterwasserdrohne mit gelbem Kabel.

Ein Handy, das beim Tretbootfahren über Bord geht, ist erst mal verloren – so dachte zumindest die Besitzerin, die sich mit ihrem Fall an uns wandte. Der See bei Plön war der Ort des Geschehens, und dorthin machte sich unser Mitglied Patrik auf den Weg.

Ein Glücksfall waren die Fotos, die kurz zuvor aufgenommen worden waren: Über sie ließ sich das Suchgebiet halbwegs eingrenzen. Trotzdem war die Suche alles andere als einfach. Wind und Wellen machten die Sicht schwierig, und dichte Wasserpflanzen am Grund verschluckten so einiges. Rund zwei Stunden lang blieb das Smartphone verschwunden.

Den Ausschlag gab schließlich die Erinnerung der Besitzerin an ein weiteres Detail. Daraufhin verlagerten wir die Suche in einen benachbarten Bereich – und schon kurz darauf entdeckte Patrik das Handy mit der ROV-Unterwasserdrohne. Mit dem Greifarm ließ es sich vorsichtig vom Grund holen und wieder ans Ufer bringen.

Die eigentliche Überraschung kam danach. Obwohl das Gerät fast 30 Stunden auf dem Seeboden gelegen hatte, war es noch eingeschaltet und zeigte sogar noch 6 % Akkuladung. Ein Ausgang, mit dem niemand mehr gerechnet hatte.

Für solche Momente sind wir als ehrenamtliches Netzwerk unterwegs. Ob Ring oder Handy – wenn etwas Wichtiges im Wasser oder unter der Erde verschwindet, versuchen wir zu helfen, so gut es geht. Dass am Ende gerade dieses Handy noch lief, macht die Sache nur umso schöner.