Erfolgsfaktor 4 von 5
Tiefe – wie weit unter Wasser?
Sobald Wasser im Spiel ist, teilt sich die Suche in drei Zonen. Was sich für dich anhört wie „ist halt nass", macht für uns einen großen Unterschied: anderes Gerät, andere Leute, andere Vorbereitung. Damit du weißt, was uns erwartet:
Bis 1,50 m – Flachwasser
Alles, was wir wattend erreichen können, läuft als Flachwassersuche. Ostsee-Strand bei Niedrigwasser, Badesee bis Brusthöhe, der Uferbereich an Flüssen. Das Gerät ist ein wasserdichter Detektor, dazu kommt eine lange Siebschaufel. Im Idealfall stehen wir nur knietief im Wasser, das Sieb geht runter, der Sand rieselt durch, der Ring bleibt oben. Das ist unsere häufigste Form der Unterwassersuche – etwa jede zweite Wasseranfrage löst sich so.
Bis ca. 30 m – mit Taucher
Sobald du in einen See oder ins Meer reingelaufen und der Ring unterwegs runtergefallen ist, reicht das Watstativ nicht mehr. Dann kommt einer unserer Taucher zum Einsatz, klassisch mit Flasche, Tauchanzug, Unterwasser-Detektor und Siebschaufel. Bis etwa 30 m Tiefe ist das unser Brot-und-Butter-Geschäft. Komplizierter wird es vor allem dann, wenn Sicht und Strömung nicht mitspielen – dazu gleich unten mehr.
Tiefer als 30 m – ROV-Drohne
Sobald wir in Bereichen suchen, in die der Tauchgang sicherheitstechnisch nicht mehr sauber abzudecken ist, kommt unsere Unterwasserdrohne ins Spiel: eine Fifish E-Go. Damit erreichen wir Stellen, an denen sonst nur Profitaucher mit speziellem Equipment hinkommen – z. B. tiefere Baggerseen oder Hafenbecken. Auf der Detailseite zur ROV findest du, was das Ding genau kann und wo seine Grenzen liegen.
Was die Tiefe wirklich erschwert
Tiefe allein wäre handhabbar. Was die Suche im Wasser unangenehm macht, ist meist eine Kombination aus mehreren Dingen:
- Sicht. In trüben Badeseen sehen wir nach zwei Tagen Wind manchmal nur den eigenen Handschuh. Wir arbeiten dann fast komplett nach Tongerät.
- Strömung. In Flüssen oder an Ostsee-Buhnen wandert ein Ring auch im Wasser. Wir berechnen die wahrscheinliche Drift mit ein und suchen ein bisschen flussabwärts vom Verlustpunkt.
- Salzwasser. Salz leitet. Der Detektor muss anders eingestellt sein als im Süßwasser – kein Hexenwerk, aber wir verlieren ein paar Zentimeter Tiefenreichweite.
- Untergrund. Steine, Wasserpflanzen, alte Bojenketten, vergammelte Stege. Was über Jahre im Wasser gelegen hat, meldet sich genauso wie dein Ring.
Was du im Vorfeld tun solltest
Nimm die Stelle, an der du das Stück verloren hast, vom Ufer aus mit Landmarken ins Gedächtnis: Steg-Pfosten, Baum, Bojen, eine bestimmte Stelle am Geländer. GPS-Pings vom Boot helfen ebenfalls. Was nicht hilft: rein wandern und mit den Händen rumtasten – das verrührt nur den Bodengrund und macht uns die Sicht kaputt.
Im Wasser verloren?
Je weniger im Wasser herumgepatscht wird, desto besser. Ruf an, bevor du selbst suchst.